Insektensterben durch Windkraftanlagen

Insektensterben durch Windkraftanlagen

“Wir wollen, dass in den nächsten vier Jahren jede Biene und jeder Schmetterling und jeder Vogel in diesem Land weiß: Wir werden uns weiter für sie einsetzen!” (Katrin Göring-Eckardt auf dem Bundesparteitag) Dieser Satz ist angesichts Grüner Energiepolitik und deren Windindustrieplänen als ernstzunehmende Drohung zu verstehen.

 

Derzeit beklagt alle Welt ein Insektensterben von beängstigender Dimension. Vornehmlich die Grünen machten sich im letzten Kommunalwahlkampf mit dem Slogan “Summsumm statt Blabla” für die kleinsten Bewohner der Lüfte stark und bejubelten kürzlich in Bayern ein erfolgreich abgeschlossenes Volksbegehren “Rettet die Bienen”.

Brisanterweise kommt das Deutsche Zentrum für Luft− und Raumfahrt (DLR) nun in einer Studie zu dem Ergebnis, dass Windkraftanlagen wesentlich zu der akuten Gefährdung von Fluginsekten beitragen. Dazu im Folgenden ein Auszug aus einem von Prof. Dr. Werner Mathys verfassten Grundsatzpapier der Initiative Vernunftkraft NRW:

“Auswirkungen auf Fluginsekten – Untersuchungen vom DLR (Trieb) 2018

Die aktuelle Diskussion über einen dramatischen Rückgang von Fluginsekten in Deutschland sowie Berichte über hohe Effizienzverluste (>50%) von Windkraftanlagen aufgrund von Verschmutzungen der Rotorblätter mit Insektenresten legen eine Überprüfung beider Phänomene bezüglich eines möglichen Zusammenhangs nahe.

Erste Recherchen ergaben, dass ausgewachsene, flugfähige Insekten (z.B. der Admiral, Marienkäfer) kurz vor der Eiablage in großen Schwärmen hohe, schnelle Luftströmungen aufsuchen, um sich vom Wind zu entfernten Brutplätzen tragen zu lassen. Die Jahrmillionen alten Pfade, die sie dabei nutzen, werden seit etwa 30 Jahren zunehmend von den Rotoren großer Windkraftanlagen gesäumt, deren Rotorblätter mit Blattspitzengeschwindigkeiten von mehreren hundert Stundenkilometern die Luft durchschneiden, wobei eine bisher unbekannte Menge an Fluginsekten verletzt wird.

Die Strömungen liegen oberhalb 60-100 m und treffen dort auf 200 Mio m² Rotorfläche. Ein Luftdurchsatz von 10 Mio km³, das mehr als zehnfache des deutschen Luftraums (bis 2000m Höhe) wird durch die Rotoren gesogen.

Ca. 1200 Tonnen Insekten werden durch die Rotoren vernichtet, das sind 1200 Milliarden Insekten.

Das entspricht nach Abschätzung eines der Autoren der Größe der durch 40 Mio. PKW vernichteten Insekten. Dies ist eine Menge, die für die Stabilität der Populationen relevant ist. Sollten sich die Insektenbestände wieder erholen, könnte der Anteil der durch WEA vernichteten Insekten sogar auf 3600 Tonnen steigen und Schutzmaßnahmen zunichte machen.”

Modellanalyse liefert Hinweise auf Verluste von Fluginsekten in Windparks

Aktuelle Stunde im Parlament – kein Klimaschutz mit stillstehenden Windkraftanlagen

Aktuelle Stunde im Parlament – kein Klimaschutz mit stillstehenden Windkraftanlagen

Die heutige Diskussion im Parlament – eingefordert von der SPD-Fraktion – ergibt keine neuen Aspekte. In dieser Debatte ist es keiner einzigen Partei gelungen herauszuarbeiten, worum es eigentlich geht: Das Verfahren der Regionalplanung ist ein verwaltungsrechtlicher Akt, den es sauber zu bearbeiten gilt. Hier zählt ausschließlich die Rechtssicherheit am Ende. Und weil das Verfahren notwendiger Weise eine Öffentlichkeitsbeteiligung vorsieht, muss diese auch erfolgen, müssen also alle Einwendungen abgearbeitet werden.

 Presserklärung zur aktuellen Stunde im Landtag Januar 2019

 

 

Dazu den offenen Brief an den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther von Rupert Rompel

 

Guten Tag Herr Günther,

die gestrigen Statements der Parteien in der aktuellen Stunde des Landtags haben bei mir zu einer bedauerlichen Erkenntnis geführt: ausgerechnet der AfD blieb es als einziger Partei vorbehalten, nachvollziehbare, begründete und mit Zahlen unterlegte Schlüsse aus dem derzeitigen Gezerre um die Regionalpläne zu ziehen. Wie konnte es dazu kommen, dass sich die restlichen Redner gegenseitig und überwiegend damit beschäftigten, wer wann was gesagt hatte und die Deutungshoheit für längst überholte und nicht näher klassifizierte Ergebnisse reklamierten? Nicht einmal dem mit der Erstellung des Regionalplans beschäftigten Minister Grote ist es gelungen, einen schlüssigen Kontext  zwischen den vorliegenden Zahlen der Bundesnetzagentur und der  gegenwärtigen  Erzeugungs- und Netzstruktur in Schleswig-Holstein herzustellen.

Es sollte doch mittlerweile auch für nicht ganz mit der physikalischen Materie des Netzbetriebs vertraute Angehörige der Landesregierung und des Landtags ersichtlich sein, dass 3,2 TWh abgeregelte Erzeugung bedeuten, dass zu viele Windkraftanlagen übers Jahr in SH still stehen. Und dass dieser Stillstand auch noch mit 350 Mio. Euro pro Jahr ausschließlich von den schleswig-holsteinischen Bürgern ohne Gegenleistung bezahlt wird, hat ja nicht nur Ihr Wirtschaftsminister Buchholz als die „dümmste Art des Geldausgebens“ erkannt. In den vergangenen Jahren 2014 – 2017 hat sich dieser Zwangsbeitrag schleswig-holsteinischer Stromkunden für nicht gelieferten Strom auf über 1 Milliarde Euro aufsummiert.

Bitte nennen Sie einen halbwegs vernünftigen Grund, wie man sich angesichts dieser Konstellation vor ein Parlament stellen kann und zu den bereits etwa 460 übers Jahr stillstehenden Windkraftanlagen auch nur eine einzige weitere per „Ausnahmegenehmigung“ erlauben will, damit kein „Fadenriss“ entsteht! Jede weitere dieser Ausnahmemühlen verursacht  jährliche Zusatzkosten von 750.000 Euro für die Bevölkerung und spart kein einziges Gramm CO2, da sie zwangsläufig stillstehen.

Nochmals: warum ist die AfD die einzige Partei, die sich traut, diesen Missstand offen auszusprechen? Welchen Zwängen unterliegen die restlichen Parteien und die Landesregierung? Oder ist die AfD die einzige Partei, die die Monitoringberichte der Bundesnetzagentur liest  und versteht und daraus Schlüsse zieht? Es gibt clevere Alternativen – nutzen Sie sie!

Freundlicher Gruß

Rupert Rompel

Normenkontrollklage gegen das Energiewendeministerium von Schleswig-Holstein

Normenkontrollklage gegen das Energiewendeministerium von Schleswig-Holstein

Liebe Mitstreiter!

Wir bitten um Spenden für die Einreichung einer Normenkontrollklage gegen das Energiewendeministerium von Schleswig-Holstein vor dem Oberverwaltungsgericht.

Worum geht es?

Das Energiewendeministerium von Schleswig-Holstein hat am 3.7.2018 einen Erlass veröffentlicht, der es den Genehmigungsbehörden erlaubt, bei der Neuberechnung der Schallimmission alter Windkraftanlagen nach dem Interimsverfahren, pauschal 3 dB(A) vom errechneten Wert abzuziehen. Damit werden nicht die betroffenen Menschen vor Lärm geschützt, sondern die Betreiber vor einer Nachtabschaltung.

Wir wollen uns gegen dieses Vorgehen juristisch zur Wehr setzen und streben eine Normenkontrollklage vor dem Oberverwaltungsgericht in Schleswig an.

Wir wollen, dass das Ministerium den Windkraftanlagenlärm korrekt nach dem Interimsverfahren ohne Abschläge berechnen lässt.

Wenn wir vor dem Oberverwaltungsgericht Recht bekommen, werden alle von Windkraftanlagenlärm Betroffenen davon profitieren. Langfristig wird ein Urteil gegen das MELUND (Energiewendeministerium) einen wegweisenden Erfolg gegen die einseitige Bevorzugung der Windkraftbranche für eine höhere Gewichtung des Schutzes der Menschen darstellen.

Wir bitten daher dringend um Spenden, um dieses Vorhaben finanzieren zu können. Wenn alle einen Teil mittragen, dann können wir etwas für alle erreichen.

Als gemeinnütziger Verein können wir nicht klagen, das kann nur ein persönlich Betroffener.

Für uns wird Kuno Veit, Landarzt in Norderwöhrden, Dithmarschen die Klage einreichen. Juristisch vertreten wird uns RA Fiete Kalscheuer, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, aus der Kanzlei Brock Müller Ziegenbein in Kiel.

Fragen dazu beantworten wir/ ich gerne.

Susanne Kirchhof

Weitere Informationen zu dem Thema gibt es hier:

Trickserei beim Schallschutz – kein Nachtschlaf für Windparkanwohner/

Offener Brief Umwelt-und Agrarausschuss

“Trickserei” beim Schallschutz – Kein Nachtschlaf für Windparkanwohner

“Trickserei” beim Schallschutz – Kein Nachtschlaf für Windparkanwohner

Trickserei beim Schallschutz – Kein Nachtschlaf für Windparkanwohner
Der Lärm von Windkraftanlagen und die Lärmbelastung der Anwohner von Windparks ist das größte Konfliktfeld bei dem Betrieb von Windkraftanlagen.
Im September 2017 empfiehlt die Arbeitsgruppe LAI den Ländern die Anwendung des sog. Interimsverfahrens zur Prognose der Schallausbreitung bei hohen Windkraftanlagen. Dieses spiegelt den aktuellen Stand von Technik und Wissenschaft wieder. Das Interimsverfahren zeigt, dass die Anwohner mit ihren Beschwerden über Lärm Recht gehabt haben, da nach alter Schätzung die Ausbreitung des Schalls unterschätzt wurde, der Lärm an den benachbarten Häusern also meistens 3 dB(A) höher als nach TA Lärm zulässig lag. 3 dB(A) bedeuten eine Verdoppelung der Schallintensität. mehr lesen:   Pressemitteilung Gegenwind -SH vom  4.10.18 Investorenschutz statt Immissionsschutz

 

ARD Mediathek  Schleswig-Holstein-Magazin

Kieler Nachrichten online.de Windkraft-Gegner-klagen-ueber-Schummelei-beim-Laermschutz

Dazu auch:

Neue Leitlinien der WHO für Lärmbelastung

Ausnahmegenehmigungen statt größere Abstände

Ausnahmegenehmigungen statt größere Abstände

Presseerklärung zur Regionalplanung Wind im Juli 2018

Um noch im laufenden Verfahren Ausnahmegenehmigungen für Windkraftanlagen erteilen zu können, hat die Landesregierung noch vor der Sommerpause die neuen Windvorranggebiete bekanntgegeben.

Presseerklärung Gegenwind SH Regionalplanung

Karten Landesplanng:

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Windenergieflaechen/_documents/Ausnahmesteuerung.html

Presse:

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Windraeder-Ausnahmen-trotz-Bausperre-bis-2019,windkraft948.html

https://www.shz.de/nachrichten/meldungen/gruenes-licht-fuer-fast-200-anlagen-im-windkraft-ausbau-geht-wieder-voran-id20337827.html