3. Entwurf der Regionalpläne für Windkraft nicht akzeptabel!

Weihnachtsgeschenke für die Branche – keine Entlastung für die Anwohner
Der Landesverband Vernunftkraft Schleswig-Holstein e.V. ist enttäuscht, mit welcher Respektlosigkeit vor den Menschen im Land, die die Last der Energiewendepolitik tragen müssen, die Landesregierung ihre Windkraftplanungen betreibt.
Der heute von der Landesregierung vorgelegte dritte Entwurf der Regionalpläne Wind weist signifikante Verschiebungen in der Flächenkulisse auf, so dass nicht davon auszugehen ist, dass es sich um den letzten Entwurf handeln wird. Schon die letzte Regionalplanung von 2012 war an nicht korrekter Berücksichtigung aller Einwendungen, falscher Abwägung und vorschneller Beschlussfassung vor dem OVG gescheitert.
Bei der vorgelegten Flächenausweisung, die von der Landesregierung mit notwendigen energiepolitischen Zielen begründet wird, findet der technische Fortschritt keinerlei Berücksichtigung. Die Landesregierung geht weiterhin von einer mit 150 m Gesamthöhe und 3,2 MW Leistung technisch veralteten Referenzanlage aus.
Dabei kann durch die laufenden Genehmigungsverfahren und Anträge bereits aus 2019 definitiv nachgewiesen werden, dass die neue mittlere Anlagenleistung an 4 MW herankommt oder sogar schon überschreitet, die Höhen bis zu 220 m Höhe betragen.
Die Verpflichtung zu einem sparsamen Umgang mit Flächen und einer Einschränkung des Flächenverbrauchs wird von der Landesregierung bewusst missachtet.
Vor diesem Hintergrund ist auch die Behauptung, dem Recht der Anwohner auf den Schutz ihrer Gesundheit werde mit den vorliegenden Plänen Rechnung getragen, skandalös und respektlos.
Größere Abstände zu Wohnhäusern sind nötig und auch möglich durch Reduzierung der ausgewiesenen Flächen bei Beibehaltung des Ausbauziels. Die Leugnung dieses Sachverhaltes durch die Landesregierung offenbart eine einseitige Unterstützung der Brancheninteressen. Es erfolgt nicht die eigentlich selbstverständliche Berücksichtigung sämtlicher öffentlichen Belange, zu denen auch Artenschutz, Naturschutz, Landschaftsschutz gehören. Die notwendige Pflicht zur Vorsorge bezüglich der Gesundheit des Menschen wird missachtet.
Die vorliegenden Pläne können keine Akzeptanz bei den betroffenen Menschen finden, sondern sie werden weiter zu einer Spaltung der Gesellschaft beitragen.

 

Stellungnahme zum 2. Entwurf der Regionalpläne Wind 2018/ 2019

Stellungnahme zum 2. Entwurf der Regionalpläne Wind 2018/ 2019

Am 3.1.2019 endete die viermonatige Stellungnahmefrist zum zweiten Entwurf der Regionalplanung Wind. Presseberichten zufolge gingen um die 5.200 Stellungnahmen bei der Landesplanung ein.

Gegenwind SH hat auch in dieser zweiten Beteiligungsrunde das unbegründete Festhalten der Landesregierung an einem 2 % Flächenziel auf das Schärfste kritisiert und auch dieses Mal wieder ausführlich dargestellt, dass weder ein fiktives Ziel von 10 GW installierter Leistung aus Windkraft onshore technisch oder ökologisch sinnvoll ist, noch dass für dieses Ziel 2 % der Landesfläche notwendig wären.

Abstandsvergrößerungen zu Wohnhäusern zum Schutz der Anwohner sowie zu schützenswerten Arten sind ohne Weiteres möglich.

Allerdings mussten wir besonders nach unserem letzten Gespräch im Innenministerium erneut feststellen, dass nicht fachlicher Sachverstand diese energiepolitischen Vorgaben macht, sondern die Ideologie eines grünen Umweltministeriums mit unklarer Interessenslage, auf die in der Jamaika-Regierung zu viel Rücksicht genommen wird.

Gegenwind-SH_Stellungnahme zum 2. Entwurf

Dr. Susanne Kirchhof – Für Mensch und Natur – Gegenwind Schleswig-Holstein e. V. – Stinkbüdelsbarg 1 – 24363 Holtsee – Tel.: 04351-7548070

Mitgliederversammlung wählt Vorstand

Einstimmig hat die Mitgliederversammlung des Landesverbands der windkraftkritischen Bürgerinitiativen Für Mensch und Natur – Gegenwind Schleswig-Holstein e. V. seine erste Vorsitzende Dr. Susanne Kirchhof in ihrem Amt bestätigt. Auch Birgit Sass geht einstimmig gewählt in die Verlängerung ihrer Amtszeit als Kassenwartin.

Günther Thomsen, Schriftwart und jahrelanges Vorstandsmitglied, schied auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Wir danken ihm für seinen Einsatz im Landesverband. Er wird uns weiterhin im Hintergrund unterstützend zur Seite stehen.

Stefanie Viereck wurde einstimmig zur neuen Schriftführerin gewählt.

Vorstands Für Mensch und Natur GW-SH

V.l.: Ruper Rompel. Jens mogensen, Birgit Sass,
Susanne Kirchhof, Gerhard Artinger, Stefanie Viereck

Neben den Vorstandswahlen zeigte der Jahresrückblick eine erfolgreiche Bilanz. Besonders hob Susanne Kirchhof hervor, dass das Arbeiten im Verein nach wie vor vertrauensvoll und harmonisch ist.

In der Bilanz haben wir zwei Volksinitiativen mit insgesamt über 48.000 gesammelten Unterschriften eingereicht. Wir haben den Dialog mit dem MELUND zum Einführungserlass des Interimsverfahren erreicht. Wir blicken zurück auf zahlreiche politische Aktionen, mit denen wir unsere Kritik an der Energiepolitik des Landes in die Öffentlichkeit getragen haben.

Viele Aktive haben lokal vor Ort oder überregional mit Gesprächen, Leserbriefen, Stellungnahmen oder Diskussionen mitgeholfen, dass die breite Öffentlichkeit mittlerweile dem ungezügelten Ausbau von Windkraftanlagen kritisch bis ablehnend gegenübersteht.

Es bleibt aber viel zu tun. Wir werden auch in diesem Jahr hartnäckig bei der Sache bleiben.

Spendenkonto:

Gegenwind Schleswig-Holstein
IBAN DE55 2189 0022 0002 6245 59

Pressemitteilung: Endlich neue Schallausbreitungsrechnung bei Windindustrieanlagen

Pressemitteilung: Endlich neue Schallausbreitungsrechnung bei Windindustrieanlagen

Seit Jahren weisen Betroffene von Windkraftanlagen darauf hin, dass die bisherige Schallausbreitung ausgehend von Windkraftanlagen nicht richtig berechnet wird. Schallexperten hatten daher ein Interimsverfahren entwickelt, das berücksichtigt, dass Windkraftanlagen in der Regel höher als 30 Meter sind und dass insbesondere die Bodendämpfung für hohe Schallquellen anders wirkt als in der alten Norm festgelegt ist.

Die von SPD und Grünen dominierte ehemalige Landesregierung in Schleswig-Holstein hatte es jedoch vehement abgelehnt, für die Berechnung der Schallausbreitung das Interimsverfahren anzusetzen. Rot-Grün bestand auf das Berechnungsverfahren nach den über 20 Jahre alten Normen, also aus einer Zeit, als es noch gar keine 100 bis 200 Meter hohen Windkraftanlagen gab. Betroffene empfinden das Verhalten des ehemaligen Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD), des Ministers Robert Habeck (Grüne) und seiner Staatssekretärin Frau Dr. Ingrid Nestle (Grüne) als vorsätzliche Körperverletzung. Mehr Lesen:

https://vernunftkraft-sh.de/wp-content/uploads/2015/06/Presseinformation-Neue-Schallausbreitungsrechnung-bei-Windkraftanlagen.pdf