Windkraftbetreiber haben Akzeptanz verspielt – Umfrage manipuliert?

Windkraftbetreiber haben Akzeptanz verspielt – Umfrage manipuliert?

Anfang November 2019 versuchte sich die Fachagentur Wind als Überbringer politischer Botschaften und veröffentlichte Ergebnisse „einer repräsentativen Umfrage zur Akzeptanz der Nutzung und des Ausbaus der Windenergie an Land in Deutschland.“ Demnach stehen 83 % der Befragten Windkraftanlagen in ihrem Wohnumfeld positiv gegenüber.

Presseerklärung – Keine Akzeptanz für WKA

Wegwerfstrom für die Stromkunden immer teurer – Trotzdem werden neue WKA genehmigt

Die durch fehlende Netzkapazität abgeregelte Windstrommenge steigt in Schleswig-Holstein immer weiter an. Im 1. Quartal 2019 stiegen die Kosten dafür in SH auf einen Rekordwert von durchschnittlich 2,1 Mio € pro Tag.

Folgende Grafiken wurden von Holger Diedrich anhand von Daten der Bundesnetzagentur erstellt.

Die letzte Folie fasst die Schlussfolgerungen aus diesen Grafiken treffend zusammen:

Jede weitere Windkraftanlage verschärft die dargestellten Probleme. Die Betreiber werden entschädigt und verdienen sich auch bei zunehmenden Abregelungen eine goldene Nase bezahlt von uns Stromkunden.

–>  Daten und Fakten zum Wegwerfstrom in SH als PDF  <–

Altmaier hat geantwortet

Das Büro von Bundeswirtschaftsminister hat auf die sehr zahlreich eingegangenen Schreiben aus der windkraftkritischen Landbevölkerung mit einem langen ebenso ausführlichen wie weitestgehend inhaltsleeren Wählerberuhigungsschreiben geantwortet.

Den meisten von uns ging es wie Armin Marx, der sich zähneknirschend an den Rechner setzte und folgendes Antwortschreiben verfasste, welches er gerne der Öffentlichkeit zur Kenntnis gibt: Armins Brief an Altmaier

Bundeswirtschaftsminister Altmaier

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat ein Krisentreffen zum Ausbau der Windkraft angekündigt. Dabei wird er in diesem Artikel ( https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article197754109/Altmaier-plant-Krisentreffen-zum-Ausbau-der-Windkraft.html )

indirekt zitiert, dass auch die Bürgerinitiativen zu diesen Treffen eingeladen werden sollen. Wörtlich steht dort:

„Altmaier sagte am Mittwoch in Berlin, er werde sich nach der Sommerpause mit Vertretern der Windenergiebranche sowie Ländern zusammensetzen, um die Lage zu besprechen. Auch Vertreter von Bürgerinitiativen sollten dabei sein. Es gebe derzeit zu wenig genehmigte Flächen für den Bau von Windkraftanlagen und einen Genehmigungsstau bei den Behörden. Es gehe daneben darum, die Akzeptanz für den Bau von Windkraftanlagen zu erhöhen.“

Wir halten es für dringend geboten, dass gerade auch die Vertreter der BI aus SH gehört werden.
(Anschreiben – Krisentreffen Windkraft_Post) (Pressemitteilung: Vernunftkraft SH fordert Teilnahme am Krisentreffen zur Windkraft)

Neues Rechtsgutachten: Unvollständiger Rückbau von WKA-Fundamenten ist rechtswidrig

In Deutschland sind aktuell ca. 29.000 Windenergieanlagen installiert. Am Ende ihrer Laufzeit verursachen die vermeintlich ökologischen Stromerzeuger regelmäßig Umweltprobleme. Neben der fachgerechten Entsorgung des Materials – Flügel und Türme enthalten hohe Anteile an deponiepflichtigem Sondermüll – ist der Rückbau der Fundamente mühsam und kostenintensiv.

Der gesamte Artikel ist  als PDF zum Download verfügbar.

Stellungnahme zum 2. Entwurf der Regionalpläne Wind 2018/ 2019

Stellungnahme zum 2. Entwurf der Regionalpläne Wind 2018/ 2019

Am 3.1.2019 endete die viermonatige Stellungnahmefrist zum zweiten Entwurf der Regionalplanung Wind. Presseberichten zufolge gingen um die 5.200 Stellungnahmen bei der Landesplanung ein.

Gegenwind SH hat auch in dieser zweiten Beteiligungsrunde das unbegründete Festhalten der Landesregierung an einem 2 % Flächenziel auf das Schärfste kritisiert und auch dieses Mal wieder ausführlich dargestellt, dass weder ein fiktives Ziel von 10 GW installierter Leistung aus Windkraft onshore technisch oder ökologisch sinnvoll ist, noch dass für dieses Ziel 2 % der Landesfläche notwendig wären.

Abstandsvergrößerungen zu Wohnhäusern zum Schutz der Anwohner sowie zu schützenswerten Arten sind ohne Weiteres möglich.

Allerdings mussten wir besonders nach unserem letzten Gespräch im Innenministerium erneut feststellen, dass nicht fachlicher Sachverstand diese energiepolitischen Vorgaben macht, sondern die Ideologie eines grünen Umweltministeriums mit unklarer Interessenslage, auf die in der Jamaika-Regierung zu viel Rücksicht genommen wird.

Gegenwind-SH_Stellungnahme zum 2. Entwurf

Dr. Susanne Kirchhof – Für Mensch und Natur – Gegenwind Schleswig-Holstein e. V. – Stinkbüdelsbarg 1 – 24363 Holtsee – Tel.: 04351-7548070