Moderne Landwirtschaft

In Uelvesbüll kommen nicht nur nachwachsende Rohstoffe vom Acker

Mutti, Mutti – wo kommen eigentlich die Flügel für die Windkraftanlagen her? So fragte der kleine Fritz kürzlich bei einer Fahrradtour auf Eiderstedt. Die kommen bald aus Uelvesbüll, antwortete die Mama. Da gibt es Landwirte, die versuchen Flügel anzubauen. ’’Aber Geflügel sind doch Hühner’’ antwortete naseweiß der kleine Fritz. ’’Ich sagte ja auch Flügel und nicht Geflügel“, so sagte lachend die Mama.
“Es gibt in Uelvesbüll einen Landwirt, der baut Windkraftflügel an, so wie früher die Leute Kartoffeln angebaut haben.“ Klein Fritzchen schaute ungläubig seine Mama an und wäre vor Staunen fast vom Rad gefallen. 
“Schau mal, Fritzchen“ sagte die Mama. “Ich habe Dir das doch mit den Kartoffeln schon einmal erklärt. Die Kartoffeln verbuddeln die Bauern in der Erde, da wachsen die dann und zur Erntezeit holen die Bauern dann mehr Kartoffeln aus der Erde, als sie bei der Aussaat hineingetan haben. Das versucht nun ein Bauer aus Uelvesbüll auch mit Flügeln für Windkraftanlagen. Er hat da schon viel ausprobiert und so einiges verbuddelt, aber die Flügel wollen sich einfach noch nicht so richtig vermehren. Ab und zu buddelt er die Flügel wieder aus, es sind dann aber immer noch genau so viel, wie bei der Aussaat. Vielleicht fehlt ja noch der richtige Dünger, Getriebeöl, Plastikmüll oder so was – Rotorflügel brauchen sicherlich einen ’’ganz besonderen Dünger’’. Vielleicht ist es aber auch nur ein schlechtes Jahr für Flügel, der Boden ist zu schwer oder die Setzlinge waren bisher zu klein.“

Wird in Uelvesbüll der Anbau
von Windkraftanlagen aus
Setzlingen gelingen?

Anbau von WKA-Flügeln in Uelvesbüll –
eine neue Einkommensquelle für die Landwirtschaft?

Am Wetter kann natürlich auch ein Landwirt nichts ändern – aber größere Setzlinge sind schon in Planung und auch die Kommunalpolitik hilft bei dieser hoffnungsvollen Entwicklung in Uelvesbüll kräftig mit und hat dem Bauern bei seinem Wunsch nach größeren Setzlingen schon vertraglich unterstützt. Es müßte doch mit dem Teufel zugehen, wenn dann aus einem schönen 60 Meter GFK-Setzling nicht einige  schöne neue Rotorblätter wachsen würden. Nachwachsende Rohstoffe war Gestern – sachkompetente Landwirte und Kommunalpolitiker in Uelvesbüll denken da in ganz anderen Dimensionen. 
Auch die Gemeindevertretung will bei diesen Entwicklungen natürlich nicht hinten anstehen und hat schon ’mal die Demokratie im Dorf begraben und eingebuddelt – wir sind gespannt was denn zu Tage tritt, wenn diese eines Tages wieder ausgegraben wird.

3. Entwurf der Regionalpläne für Windkraft nicht akzeptabel!

Weihnachtsgeschenke für die Branche – keine Entlastung für die Anwohner
Der Landesverband Vernunftkraft Schleswig-Holstein e.V. ist enttäuscht, mit welcher Respektlosigkeit vor den Menschen im Land, die die Last der Energiewendepolitik tragen müssen, die Landesregierung ihre Windkraftplanungen betreibt.
Der heute von der Landesregierung vorgelegte dritte Entwurf der Regionalpläne Wind weist signifikante Verschiebungen in der Flächenkulisse auf, so dass nicht davon auszugehen ist, dass es sich um den letzten Entwurf handeln wird. Schon die letzte Regionalplanung von 2012 war an nicht korrekter Berücksichtigung aller Einwendungen, falscher Abwägung und vorschneller Beschlussfassung vor dem OVG gescheitert.
Bei der vorgelegten Flächenausweisung, die von der Landesregierung mit notwendigen energiepolitischen Zielen begründet wird, findet der technische Fortschritt keinerlei Berücksichtigung. Die Landesregierung geht weiterhin von einer mit 150 m Gesamthöhe und 3,2 MW Leistung technisch veralteten Referenzanlage aus.
Dabei kann durch die laufenden Genehmigungsverfahren und Anträge bereits aus 2019 definitiv nachgewiesen werden, dass die neue mittlere Anlagenleistung an 4 MW herankommt oder sogar schon überschreitet, die Höhen bis zu 220 m Höhe betragen.
Die Verpflichtung zu einem sparsamen Umgang mit Flächen und einer Einschränkung des Flächenverbrauchs wird von der Landesregierung bewusst missachtet.
Vor diesem Hintergrund ist auch die Behauptung, dem Recht der Anwohner auf den Schutz ihrer Gesundheit werde mit den vorliegenden Plänen Rechnung getragen, skandalös und respektlos.
Größere Abstände zu Wohnhäusern sind nötig und auch möglich durch Reduzierung der ausgewiesenen Flächen bei Beibehaltung des Ausbauziels. Die Leugnung dieses Sachverhaltes durch die Landesregierung offenbart eine einseitige Unterstützung der Brancheninteressen. Es erfolgt nicht die eigentlich selbstverständliche Berücksichtigung sämtlicher öffentlichen Belange, zu denen auch Artenschutz, Naturschutz, Landschaftsschutz gehören. Die notwendige Pflicht zur Vorsorge bezüglich der Gesundheit des Menschen wird missachtet.
Die vorliegenden Pläne können keine Akzeptanz bei den betroffenen Menschen finden, sondern sie werden weiter zu einer Spaltung der Gesellschaft beitragen.

 

Wegwerfstrom für die Stromkunden immer teurer – Trotzdem werden neue WKA genehmigt

Die durch fehlende Netzkapazität abgeregelte Windstrommenge steigt in Schleswig-Holstein immer weiter an. Im 1. Quartal 2019 stiegen die Kosten dafür in SH auf einen Rekordwert von durchschnittlich 2,1 Mio € pro Tag.

Folgende Grafiken wurden von Holger Diedrich anhand von Daten der Bundesnetzagentur erstellt.

Die letzte Folie fasst die Schlussfolgerungen aus diesen Grafiken treffend zusammen:

Jede weitere Windkraftanlage verschärft die dargestellten Probleme. Die Betreiber werden entschädigt und verdienen sich auch bei zunehmenden Abregelungen eine goldene Nase bezahlt von uns Stromkunden.

–>  Daten und Fakten zum Wegwerfstrom in SH als PDF  <–

Altmaier hat geantwortet

Das Büro von Bundeswirtschaftsminister hat auf die sehr zahlreich eingegangenen Schreiben aus der windkraftkritischen Landbevölkerung mit einem langen ebenso ausführlichen wie weitestgehend inhaltsleeren Wählerberuhigungsschreiben geantwortet.

Den meisten von uns ging es wie Armin Marx, der sich zähneknirschend an den Rechner setzte und folgendes Antwortschreiben verfasste, welches er gerne der Öffentlichkeit zur Kenntnis gibt: Armins Brief an Altmaier

70 Jahre Grundgesetz

70 Jahre Grundgesetz

70 Jahre Grundgesetz – 2000 Windkraftkritiker demonstrieren am Brandenburger Tor für den Erhalt von Natur, Landschaft und Gesundheit

Knapp 2000 Windkraftkritiker aus ganz Deutschland haben am 23.5. – dem 70 igsten Geburtstag unseres Grundgesetzes in Berlin gegen die Zerstörung unserer Natur- und Kulturlandschaften und die Vernichtung von Gesundheit und Werten durch Windkraftanlage demonstriert.

Vertreter von Vernunftkraft Schleswig-Holstein, dem Bundesinitiativen Netzwerk Dithmarschen, dem Seeadlerschutzverein Schlei waren dazu gemeinsam angereist. Kaum aus dem Bus gestiegen, klang uns als Gruß von der Ostsee unser Wahlkampf-Lied von 2017 und 2018 entgegen „Ein großer Lump in diesem Land, zerstört und unsere Waterkant, wer Menschen und auch Tiere quält, der wird von uns jetzt abgewählt…“ (https://www.youtube.com/watch?v=_EJ4fM2p9gs ).

So empfangen starteten wir gemeinsam mit Mitstreiterinnen und Mitstreitern aus der ganzen Republik am Bundeskanzleramt, wo zunächst unsere Vorsitzende Susanne Kirchhof in einer flammenden Rede die aktuellen Tricksereien des GRÜNEN Energiewendeministeriums in Kiel beim Schallschutz anprangerte. (Rede als PDF).

Ein beeindruckender Demonstrationszug setzte sich anschließend in Richtung Brandenburger Tor in Bewegung. Die Kundgebung in eindrucksvoller Kulisse thematisierte in verschiedenen Reden den ökologischen und ökonomischen Wahnsinn des massiven Zubaus mit Windkraftanlagen.

Wir forderten ein Innehalten, ein Nachdenken, ein Überdenken der derzeitigen wahllos propagierten Forderungen nach noch mehr Windkraftanlagen. Dem Petitionsausschuss des Bundestags wurde das Vernunftkraft-Kompendium überreicht (https://www.vernunftkraft.de/kompendium/) verbunden mit der Aufforderung an die Politik, sich nicht durch eine hysterischen Debatte zu unüberlegten Schnellschussmaßnahmen treiben zu lassen, um später festzustellen, dass durch das Zupflastern sämtlicher Landschaften von Deutschland mit Windkraftanlagen viel Schaden angerichtet wurde und weder dem Klima genützt noch die Welt gerettet wurde.