Auch mit dem 3. Vorschlag für eine zukünftige Flächenkulisse für Windkraft an Land ist es der Landesregierung nicht gelungen, den Konflikt um die Windkraft im Land zu befrieden.
Die laut Landesplanung eingegangenen rund 3300 Einwendungen sind ein Beleg für das hohe Konfliktpotenzial auf einem großen Teil der vorgeschlagenen Vorrangflächen.
„Ein vierter Entwurf mit einer erneuten Beteiligung der Öffentlichkeit wird unumgänglich, wenn die Landesplanung nicht riskieren will, dass auch diese Regionalplanung wieder auf Grund von nicht korrekter Berücksichtigung aller Einwendungen, falscher Abwägung und vorschneller Beschlussfassung vom Oberverwaltungsgericht gekippt wird.“, so Dr. Susanne Kirchhof, Vorsitzende des Landesverbands Vernunftkraft Schleswig-Holstein.
„Wenn Staatssekretärin Herbst von einem deutlichen Rückgang der eingegangenen Stellungnahmen im Vergleich zu den vorherigen Beteiligungsrunden spricht, dann unterschlägt sie die zum Einen die verkürzte Stellungnahmefrist und außerdem die erfolgte Zusammenfassung mehrerer Stellungnahmen, die in der Summe als eine einzige gezählt wurden.“
Weiterhin stellt die Vorsitzende von Vernunftkraft SH fest: „Die Anzahl der Einwendungen zeigt deutlich, dass auch die vorliegenden Pläne keine Akzeptanz bei den betroffenen Menschen finden, sondern dass sie weiterhin zu einer Spaltung der betroffenen Gemeinden beitragen werden.“
Der Landesverband Vernunftkraft fordert nach wie vor größere Abstände zwischen Vorrangflächen für Windkraft und Wohngebäuden, um die Gesundheit der Anwohner zu schützen.

Als PDF zum Download